demeterGUT Adam

Das ist der seit 2017 demeter-zertifizierte Biohof Adam (Hausname) in Niederthalheim bei Schwanenstadt von Nadiia und Thomas Schiller.

Nadiia und Thomas

Der Hof umfasst ca 50 ha Feld und Wiese, davon werden maximal 10 ha für Gemüseanbau in Fruchtfolge genützt. Der Anbau erfolgt in Reihenkultur (=Dammkultur) auf dem Feld,

Im Oktober wächst der Spinat heran.
Thomas Schiller inmitten von lauter hellen Köpfen

bei empfindlichen Sorten im Folientunnel.

ca 400 qm

Wesentlicher Bestandteil der Methode der biodynamischen Landwirtschaft ist die Mutterkuhhaltung. Den größten Teil des Jahres stehen die Tiere (hornlose Blonde d’Aquitaine) auf der Weide.

Führung rund um das demeterGUT

im Rahmen des ersten Hoffestes am 11. August 2019
(siehe auch Hoffest 2019!)

Der Betrieb befindet sich auf einer zusammenhängenden Fläche von ca 50 ha, die von Büschen und Bäumen wie von einer Haut umgrenzt wird. Für eine demeter-Landwirtschaft ist es wichtig, dass Felder und Wiesen eine Einheit bilden.

Thomas setzt die Pflanzen in Reihen in so genannter Dammkultur. Das Feld wird mit einem Spezialgerät gepflügt, das nur eine minimale Erdbewegung bewirkt; auf diese Weise werden nur die obersten 5 Zentimeter der Erdschicht bewegt. Das Gemüse wird am höchsten Punkt der jeweiligen Reihe gepflanzt. Das Wasser zieht durch die Kapillaren nach oben und versorgt dadurch die Pflanze – dieser Kamineffekt führt dazu, dass das Gemüse vom Boden aus mit Wasser versorgt wird und Thomas keine zusätzliche Bewässerung betreiben muss. Im Frühjahr umzuackern führt bei konventioneller Bearbeitung zu hoher Verdunstung des im Winter gespeicherten Wassers, weswegen Thomas große Erdbewegungen vermeidet.

Ohne Rinderhaltung kann keine demeter-Landwirtschaft betrieben werden; diese bildet gewissermaßen den Motor der Kreislaufwirtschaft. Dort, wo jetzt noch die Rinder grasen – es handelt sich um (genetisch bedingt!) hornlose und sehr zutrauliche Blondes d’Aquitaine – und „automatisch“ den Boden düngen, wird dann in den nächsten 1-2 Jahren Gemüse angebaut. Dazu kommt noch Mistkompost. Das sind wichtige Säulen der Bodenbewirtschaftung. 99% des konventionell produzierten Gemüses wird ohne Mist angebaut. Dafür wird dann Mineraldünger ausgebracht. So etwas gibt es bei biodynamischer Landwirtschaft (synonym für demeter-Landwirtschaft) nicht.

Für den Anbau von Tomaten und anderen empfindlichen Gemüsearten benützt Thomas einen Wandertunnel direkt auf dem Ackerboden. Dieser steht auf einem schrägen Untergrund. So entsteht automatisch eine Belüftung, denn die Wärme entweicht nach oben – ein natürlicher Dunstabzug sozusagen.

In der SOLAWI möchte Thomas gerne auch eine Plattform bieten, wo Mitglieder gemeinsam landwirtschaftliche Projekte umsetzen können. Er baut mittlerweile auch Soja an und hat vorgeschlagen, dass sich z.B. eine Gruppe bilden könnte, die gemeinsam Tofu herstellt.

(Jakob Fischer / Herbert Wegscheider)